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Zwischen Buda, Pest und Berlin
Frisch zieht ein regnerischer Herbst ins ungarische Land, er stellt sich pünktlich ein, scheint ´s wie geplant zu Dreharbeiten, Los Angeles in Budapest ergibt sich freundlich fröstelnd „cool“ dem mitteleuropäisch reservierten Klima, ein Star zieht nach dem andern bibbernd in sein Bettchen sich zurück, ist er aus eigenen Gefilden doch an Wärme noch viel mehr als unsereins gewöhnt, doch in Europas Mittelosten versteht man diese Sprache kaum, es sei denn die des Mammons, zerfallen fixe Drehpläne wie in Selenes Silverbullets planlos Werwölfe verröcheln, wie sinnlos qualzermarterte Vampire flehen um den Tod nach Singes Zuchtversuchen, die gierige Natur des Werwolfs fällt sich selbst zum Opfer wie die des blutbesessenen Vampirs; dafür jedoch erstehen umso mutigere Muster in schöpferischem Hunger kunstvoll vormontiert, und ein Stand By bedient den nächsten willig. Wie ´s aussieht, wird es wohl Mitte Oktober werden, bis meine Leidgeprüftheit europäisch und in liebender Geduld den bundeshauptstädtischen Norden Deutschelands glückselig kann erreichen; doch findet weder Grund zum Jammer sich, noch bedarf ein wahrhaft Reisender des Trostes: denn fit gehalten bis dahin von magyarischen Zigeunern finde ich mich unter eben diesen, deren wohlbekannte Weisen Straßen und Passagen in stadt-herbstliches Sentiment versetzen, wiewohl Jazzgärten sich berstenden Temperaments dem bunten Blätterfall entgegenstrecken. Allnächtlich arbeitend wird mir allmählich klarer, dass ich in fremden Ländern lebendig zu altern als Glück für einen wohl verstehen darf, der auf den Hund gekommen ist, um auf die wunderbarste Weise achtsam zu entdecken, was zu verbergen Schatzkammern und wie verstehen. |
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